Arzthelferin verbindet Arm zur besseren Wundheilung.

Hautverletzungen richtig behandeln

Die Schutzbarriere des Menschen ist einzigartig – und doch ist sie sehr fragil.

Sei es ein Schnitt beim Kartoffelschälen, eine Verbrennung am Ofenblech oder eine Schürfung beim Sturz mit dem Rad: Schnell ist es passiert, dass wir uns kleinere Wunden zuziehen. Auch wenn wir meist nicht zum Arzt dafür müssen, ist die richtige Wundversorgung wichtig. Denn nur so kann die Heilung bestmöglich verlaufen.

Was passiert bei Schrammen, Schnitt- und Schürfwunden?

Schrammen, Schnitt- und Schürfwunden haben eines gemeinsam: Sie bluten mehr oder weniger stark und verursachen brennende Schmerzen. Schnittwunden, die durch Gegenstände wie Messer, Rasierklingen oder Glasscherben verursacht werden, sind häufig nicht besonders tief und verletzen nur die obersten Hautschichten. Wunden durch Schürfungen sind hingegen großflächiger. Im Vergleich zu Schnittwunden bluten sie weniger stark, weil sie in der Regel nicht bis in tiefere Hautschichten reichen.
Tiefe Schnitte oder Schürfungen, die durch die äußerten Hautschichten hindurchdringen, sind gefährlicher. Sie gehen mit starken Blutungen einher und es können darunterliegende Nerven, Sehnen und Gefäße verletzt sein. Daher sollten sie von einem Arzt behandelt und gegebenenfalls genäht werden.

Was tun bei Schnitt- und Schürfwunden?

Die Wundversorgung hat sich gewandelt: Früher ließ man leichte Hautverletzungen noch trocken an der Luft abheilen. Doch diese Zeiten sind längst überholt. Denn heute weiß man, dass ein feuchtes Wundmillieu Vorteile bei der Regeneration der Haut hat, welches zum Beispiel durch bestimmte atmungsaktive Wundauflagen, Salben und Gele erzeugt werden kann. In der modernen Wundversorgung wird die Verletzung zunächst sanft gereinigt, desinfiziert und anschließend behandelt und abgedeckt.

Die primäre Wundversorgung in drei Schritten

Sowohl bei Schürf- als auch bei Schnittwunden ist die natürliche Schutzbarriere der Haut unterbrochen. Keime können in den Körper eindringen und eine Infektion verursachen. Eine angemessene Wundversorgung wirkt dem entgegen und unterstützt die Haut bei der Wundheilung. Bei Schnitt- wie bei Schürfwunden erfolgt sie in drei Schritten.

1. Reinigen Sie die Wunde Waschen Sie sich sorgfältig die Hände, bevor Sie die Wunde versorgen. Nun reinigen Sie die Wunde mit einem sauberen, trockenen Tuch oder unter lauwarmem bis kühlem, fließendem Wasser. Anschließend tupfen Sie die Stelle vorsichtig trocken. Sollten größere Fremdkörper wie zum Beispiel Glassplitter in der Wunde stecken, belassen Sie diese an Ort und Stelle, und suchen Sie einen Arzt auf. Lediglich kleinere Steinchen, Glas- oder Holzsplitter können Sie selbst mit einer Pinzette entfernen.

2. Desinfizieren Sie die Wunde Nun geht es an die Desinfektion. Nach der Reinigung von grobem Schmutz wird die Verletzung mit einer speziellen antiseptischen Wundcreme oder einem Wundspray behandelt. Damit bekämpfen Sie Krankheitserreger, die eventuell in die Wunde eingedrungen sind.

3. Decken Sie die Wunde ab Zum Abschluss der primären Wundversorgung decken Sie die Wunde ab. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Schmutz und Keime in die Wunde gelangen oder die oberflächlich geschlossene Verletzung durch Unachtsamkeit wieder aufbricht. Je nach Art und Größe der Wunde stehen verschiedene Verbandsmittel für die Wundbehandlung zur Auswahl: Pflaster, sterile Kompressen oder Mullbinden. Moderne Verbandsmaterialien sorgen dafür, dass die Haut darunter atmen kann. Die Abdeckung muss regelmäßig gewechselt werden.

Was hilft noch bei der Wundversorgung?

Viele Menschen können kein Blut sehen. Und doch sollte man eine Wunde zunächst kurz bluten lassen. Der Körper spült bei diesem Vorgang nämlich Keime aus der Wunde. So verringert sich das Infektionsrisiko. Bei stärkeren Blutungen kann anschließend ein Druckverband, beispielsweise eine Kompresse, angelegt werden, der die Blutung stoppt. Blutet die Wunde trotzdem weiter, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Nach der primären Wundversorgung können Sie die Wundheilung mit speziellen Heilsalben unterstützen. Hierfür hat sich der Wirkstoff Dexpanthenol bewährt, der die Bildung neuer Hautzellen fördert und den natürlichen Heilungsprozess unterstützt.

Bei kleinen Wunden

Die Bepanthen® Wund- und Heilsalbe unterstützt die Heilung nach oberflächlichen Verletzungen.

Bepanthen® Wund- und Heilsalbe für kleine Wunden und schuppig-rissige Hautstellen

Tipps zur Behandlung von Kindern

Vor allem Kinder ziehen sich häufig Schrammen und Schürfwunden zu. Wenn die Kleinen nach dem ersten Schock jedoch Angst vor weiteren Schmerzen haben, kann sich die Wundversorgung für Eltern schwierig gestalten. Oft hilft es, das Kind zu beruhigen und ihm anschließend jeden Ihrer Schritte genau zu erklären. Erklären Sie ihm, dass es kurz ein bisschen wehtun kann, aber es danach schnell besser wird. Etwas ältere Kinder können bei der Wundbehandlung mithelfen, indem sie beispielsweise das Pflaster selbst aufkleben. Bunte Kinderpflaster sorgen zusätzlich für Trost - so ist der erste Schmerz schnell vergessen.