Wundversorgung: Den Heilungsprozess fördern | Bepanthen®

Mit der richtigen Wundversorgung die Heilung beschleunigen

Im Alltag zieht man sich schnell kleine Wunden zu, bei denen ein Arztbesuch oft nicht notwendig ist. Durch schnelle Erste Hilfe und moderne Wundversorgung können Sie diese Wunden auch zu Hause gut behandeln und ihre Heilung fördern.

Inhalt

Wundversorgung: Erste Hilfe bei kleinen Wunden

Ist bei einer Wunde die Schutzbarriere der Haut unterbrochen, können Keime leicht hindurch gelangen. Um Infektionen zu vermeiden, sollten Sie daher Wunden aller Art immer gut versorgen. Die primäre Wundversorgung nach OP, wie z. B. nach einer Muttermalentfernung, übernimmt in der Regel der behandelnde Arzt. Bei kleinen und oberflächlichen Wunden wie Schrammen, Schnitt- und Schürfwunden dagegen reicht die einfache Wundversorgung zu Hause normalerweise aus. Die moderne Wundversorgung sollte dabei in drei Schritten erfolgen:

  • Reinigen: Lassen Sie blutende Wunde zunächst etwas bluten, um tiefer eingedrungene Partikel und Keime aus der Wunde zu schwemmen. Spülen Sie verschmutzte Wunden mit fließendem Wasser aus. Kleinere, oberflächliche Fremdkörper können Sie sanft mit einer Pinzette oder sterilen Kompresse entfernen, größere oder tiefer eingedrungene Fremdkörper sollte der Arzt entfernen. 
  • Desinfizieren: Desinfizieren Sie die Verletzung danach mit einem Wundspray oder einer antiseptischen Wundcreme wie beispielsweise Bepanthen® Antiseptische Wundcreme. Keime werden dadurch abgetötet und das Risiko einer Infektion wird reduziert.
  • Abdecken: Verbinden Sie die gereinigte Wunde anschließend mit einem geeigneten Verband oder einem Pflaster für eine feuchte Wundversorgung. Sie sollten die Wunde dabei nicht erneut berühren, um die aseptische Wundversorgung nicht zu stören.

Bei sehr oberflächlichen oder bereits weitgehend verschlossenen Wunden bieten sich zur weiteren Wundversorgung Salben, Wundcremes und Hausmittel wie medizinischer Honig an, welche die Wundheilung unterstützen.

Mädchen versorgt ihre Wunde

Kleine Wunden selbst behandeln

Je nachdem, ob Sie sich eine leichte Schnitt-, Brand- oder Schürfwunde zugezogen haben, die Wundheilung funktioniert immer gleich.

Moderne Wundversorgung: Trockene oder feuchte Wundheilung?

Die trockene, offene Wundbehandlung sorgt dafür, dass die Wundflüssigkeit an der Luft eintrocknet und sich ein stabiler Wundschorf bildet. Dieser dient zwar dem Schutz der Wunde vor Verschmutzungen und Keimen, durch die starren Strukturen können sich die Zellen der Wundheilung jedoch weniger frei in der Wunde bewegen. Trockene Wundheilung benötigt daher mehr Zeit bis zur vollständigen Wundheilung, auch das Narbenrisiko ist im Vergleich zur feuchten Wundheilung etwas erhöht. Achten Sie auf jeden Fall darauf, den Schorf nicht zu entfernen, da dadurch die Wunde wieder aufgerissen werden könnte und sich die Wundheilung weiter verzögert.

Bei oberflächlichen, sehr kleinen Wunden ist der Unterschied jedoch eher gering, sodass diese Verletzungen auch trocken bzw. mit einem einfachen Pflaster behandelt werden können. 

Bei größeren Wunden gilt in der modernen Wundversorgung hingegen die feuchte Wundbehandlung als Standard. Dabei wird durch geeignetes Verbandmaterial wie spezielle Pflaster, Gele, Cremes oder Salben ein Wundmilieu geschaffen, welches die feuchte Wundheilung fördert. Dadurch wird die Bildung von hartem Wundschorf verhindert und die Wundheilung kann besser und bis zu 40 % schneller ablaufen. 

Abhängig davon, wie viel Wundsekret die Wunde abgibt, stehen verschiedene Wundauflagen zur Verfügung, die durch Zusätze wie Hydrokolloide oder Alginat regulierend wirken. Sie verhindern Austrocknen, können überschüssiges Wundsekret aufnehmen, verkleben nicht mit der Wunde und sorgen so für eine optimale Wundheilung.

Auch BepanGel® Wundgel reguliert die Feuchtigkeit in der Wunde. Das Wundgel verhindert nicht nur das Austrocknen oberflächlicher Wunden durch Feuchtigkeitsabgabe, sondern kann durch seine Inhaltsstoffe auch Feuchtigkeit aufnehmen. So bleibt die Wunde insgesamt beweglicher und das Risiko für Narbenbildung ist verringert.
 

Weiterführende Wundversorgung durch den Arzt

Bei schwereren Verletzungen und bestimmten Vorerkrankungen kann nach der primären Wundversorgung eine weiterführende ärztliche Behandlung notwendig sein. Mögliche Gründe dafür sind:

  • Sehr großflächige Verletzungen
  • Stark verunreinigte Wunden, verbliebene Fremdkörper oder Tierbisse
  • Tiefe Platzwunden oder Schnittwunden, die auseinanderklaffen und oft stark bluten
  • Verletzungen von Gefäßen oder Nerven mit anhaltender Blutung, Gefühlsstörungen oder Bewegungseinschränkung
  • Vorerkrankungen mit erhöhtem Risiko für Wundheilungsstörungen wie Diabetes, Durchblutungsstörungen oder immunsupprimierende Medikamente
  • Unklarer oder fehlender Tetanus-Impfschutz.

Abhängig vom Ausmaß der Wunde kann eine ambulante Wundversorgung durch Ihren Hausarzt ausreichen, bei sehr großen Verletzungen, tiefen Schnittwunden oder Begleitverletzungen ist es jedoch auch möglich, dass eine chirurgische Wundversorgung im Krankenhaus notwendig wird.