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Seborrhoisches Ekzem: Ursachen und Behandlung

Das seborrhoische Ekzem  - auch seborrhoische Dermatitis oder Gneis genannt - ist eine häufig vorkommende, aber harmlose Erkrankung der Haut. Typisch sind rote Flecken mit gelblich-fettigen Schuppen, vor allem im Gesicht und der Kopfhaut, die immer wieder auftreten. Das seborrhoische Ekzem ist nicht ansteckend oder schmerzhaft; in seltenen Fällen kann es allerdings Juckreiz verursachen. Mit speziellen Shampoos und Cremes und lassen sich die Hautveränderungen lindern.

Inhalt

Was ist die Ursache?

Was genau die Ursache für das seborrhoische Ekzem ist, ist bislang noch unbekannt. Es gibt jedoch verschiedene Faktoren, die die Entstehung eines seborrhoischen Ekzems begünstigen können:

  • Hefepilzbesiedlung: Der Hefepilz Malassezia furfur (auch Pityrosporum ovale genannt) gehört zu den natürlich vorkommenden Hautkeimen. Bei manchen Menschen vermehrt sich dieser Pilz stark und bewirkt eine Entzündung der Haut mit Rötung, Schuppung und Juckreiz.
  • Vermehrte Talgproduktion: Weil das seborrhoische Ekzem vermehrt an Körperstellen auftritt, an denen es viele Talgdrüsen gibt, vermutet man einen Zusammenhang mit einer gestörten Talgdrüsenfunktion.
  • Weitere mögliche Faktoren: auch Bakterien, eine erbliche Veranlagung, Stress, Klimaveränderungen, Hormone und ein geschwächtes Immunsystem können bei der Entstehung eines seborrhoischen Ekzems eine Rolle spielen.

Ein seborrhoisches Ekzem kommt häufiger bei Menschen mit bestimmten Erkrankungen vor, z.B. bei HIV oder Morbus Parkinson. Ein Zusammenhang zwischen der Ernährung und dem seborrhoischen Ekzem ist bislang noch nicht sicher belegt.
 

An welchen Körperstellen tritt das seborrhoische Ekzem vermehrt auf?

Das seborrhoische Ekzem zeigt sich häufig an talgdrüsenreichen Hautregionen wie:

  • Kopfhaut und Haaransatz
  • Gesicht (Augenbrauen, Hautfalten zwischen Nase und Mund, Bart, Ohr)
  • Brust oder Rücken
  • Hautfalten in den Achseln oder der Leiste.

Beim Baby tritt das seborrhoische Ekzem vor allem an der Kopfhaut auf, man bezeichnet dies auch als „Kopfgneis“. Die Schuppen können sich auf das Gesicht, den Windelbereich oder Hautfalten ausbreiten. Im Gegensatz zu Erwachsenen heilt die Hautkrankheit bei Babys nach wenigen Monaten von alleine ab.
 

Behandlung und Heilung des seborrhoischen Ekzems

Das seborrhoische Ekzem verläuft chronisch, das heißt, es kommt in unterschiedlicher Stärke immer wieder zum Vorschein. In den Sommermonaten zeigt sich oft eine Besserung, im Winter oder bei Stress kann es verstärkt auftreten.

Es gibt bisher leider keine Behandlung, die eine dauerhafte Heilung des seborrhoischen Ekzems bewirkt. Allerdings lassen sich die Beschwerden mit Shampoos und Cremes, die z.B. Kortison oder Wirkstoffe gegen Hautpilze enthalten, lindern. In manchen Fällen ist auch eine Therapie mit UV B-Licht hilfreich. 
 

Hausmittel gegen das seborrhoische Ekzem

Ist das Ekzem nur leicht ausgeprägt, können verschiedene Hausmittel die Symptome lindern, z.B. Apfelessig, Aloe-vera-Gel, Ringelblumensalbe oder Ölbäder. Manche Betroffene machen mit Tinkturen aus Honig oder Teebaumöl gute Erfahrungen.

Bei Babys lassen sich Schuppenkrusten am Kopf meist gut mit Olivenöl ablösen, das über Nacht einweicht und am nächsten Tag abgewaschen wird. In Hautfalten ist Zinkpaste hilfreich.
 

Begleitsymptome und Folgen des seborrhoischen Ekzems

Die Symptome beim seborrhoischen Ekzem können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Bei machen Betroffenen kommt es neben der Schuppung zu einer starken Hautentzündung, bei anderen kann sich das Ekzem auf andere Körperteile ausbreiten, wie z.B. die Augenlider oder den Genitalbereich. Kratzen und die Infektion mit Bakterien und Pilzen können die Haut zusätzlich belasten. Auch Haarausfall kann in seltenen Fällen als Folge des seborrhoischen Ekzems auftreten.
 

Häufig gestellte Fragen zum seborrhoischen Ekzem

Seborrhoisches Ekzem: was hilft?

Eine Heilung des seborrhoischen Ekzems ist bislang leider noch nicht möglich. Die Hautveränderungen lassen sich jedoch mit Shampoos und Cremes, die z.B. Kortison enthalten, lindern.