Schrunden behandeln & Infektionen vermeiden | Bepanthen®

Schrunden und Rhagaden – Ursachen & Behandlung

Der Begriff Schrunde kommt vom althochdeutschen „scrunda“ und bedeutet Spalte oder Riss. Gemeint sind damit teilweise tiefe und schmerzhafte Risse in der Haut, an denen das Gewebe – ohne direkte Einwirkung von außen – aufbricht. Der medizinische Fachausdruck dafür ist „Rhagade“. 

Besonders anfällig für solche Risse sind Stellen, an denen die Haut sehr trocken, spröde oder stark verhornt ist. Klassischerweise treten sie oft an den Mundwinkeln, Füßen oder Händen auf. Schrunden können – sofern keine Entzündung vorliegt – zum Beispiel mit einer Schrundensalbe oder mit einer Wund- und Heilsalbe behandelt werden.

Inhalt

Schrunden kommen nicht nur an den Füßen vor

Schrunden können an verschiedenen Körperstellen auftreten. Insbesondere dort, wo die Haut stark beansprucht, durch Bewegung häufig gedehnt oder ständigem Druck ausgesetzt ist, können die unangenehmen Einrisse entstehen. Schrunden findet man besonders häufig an Füßen, den Fersen oder Zehen, aber auch Ellenbogen sind häufig betroffen. 

An den Fersen können die schmerzhaften Rhagaden eine Tiefe von mehr als einem Zentimeter erreichen und manchmal sogar bluten. Darüber hinaus haben durch die Risse Krankheitserreger ein leichtes Spiel.  Daher ist es wichtig, Schrunden zu behandeln. Auch an den Händen, am Mund, an den Fingern, am After, den Brustwarzen oder der Scheide können sich Schrunden bilden.
 

Trocken, spröde, rissig: Ursachen für Schrunden in der Haut

Wie entstehen Schrunden? Die Ursache ist eine herabgesetzte Elastizität der Haut, die zum Beispiel durch Kälte, Trockenheit oder starke Beanspruchung hervorgerufen wird. Durch den Flexibilitätsverlust kann sich die Haut normalen Alltagsbewegungen nicht mehr richtig anpassen – sie neigt dazu, einzureißen.

Insbesondere eine trockene Haut, die zum Beispiel genetisch oder hormonell bedingt sein kann, aber auch durch Flüssigkeitsmangel, Heizungsluft oder das Alter begünstigt wird, stellt ein Risiko für die Bildung von Rhagaden dar. Zudem kann der vermehrte Kontakt mit Desinfektions- oder Reinigungsmitteln die Haut strapazieren und austrocknen. An den Füßen wird die Entstehung von Schrunden zum Beispiel durch falsches, drückendes Schuhwerk beeinflusst.

Rhagaden an den Mundwinkeln entstehen oft durch sehr trockenen Lippen. Ebenso können ein Eisen-, Mineral- oder Vitaminmangel die Ursache für Schrunden sein, ebenso wie Neurodermitis, schlecht sitzende Zahnprothesen, Herpes oder eine Pilzinfektion der Mundschleimhaut Rhagaden am Mund begünstigen. 
 

Schrunden behandeln – Infektionen vermeiden

Schrunden sind nicht nur unschön – sie können auch unangenehm brennen und starke Schmerzen verursachen. Zudem bewirken solche Risse in der natürlichen Schutzhülle des Körpers, der Haut, dass Krankheitserreger wie Bakterien oder Pilzsporen eindringen können. 

Bei einer Entzündung der Schrunden sollten Sie Ihren Arzt hinzuziehen, denn Infektionen müssen behandelt werden. Liegt keine Entzündung vor, können Sie die betroffene Stelle meist selbst behandeln: Spezielle Schrundensalben sowie Wund- und Heilsalben versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und helfen ihr bei der Heilung.

Diabetiker müssen bei Rissen in der Ferse oder an den Zehen besonders aufmerksam sein. Die Zuckerkrankheit geht mit Durchblutungsstörungen, schlechter Wundheilung und einem herabgesetzten Schmerzempfinden einher. Eine Schrunde wird dadurch oft zu spät entdeckt und heilt schlecht ab. An den Füßen kann sich als Folge ein so genanntes Diabetisches Fußsyndrom (DFS) in Form von abgestorbenem Gewebe und schweren Hautgeschwüren entwickeln.
 

Schrundensalben und Cremes machen die Haut wieder geschmeidig

In der Regel verschließen sich Schrunden von selbst, jedoch ist die Heilung sehr langwierig. Das liegt vor allem daran, dass die Stellen – wie bei der Ferse – meist einer ständigen Belastung oder Bewegung ausgesetzt sind. Sie sollten Ihren Körper daher mit Salben und Cremes unterstützen, um den Heilungsprozess der unangenehmen Schrunden zu beschleunigen. 

Hierzu stehen zahlreiche feuchtigkeitsspendende Cremes und Salben zur Verfügung. Wund- und Heilsalben mit dem Wirkstoff Dexpanthenol wirken zusätzlich wundheilungsfördernd und zellregenerierend. Sinnvoll ist es, die Salben über Nacht auf die Schrunden aufzutragen, sodass sie in Ruhe einziehen und wirken können.

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Wie Schrunden wieder heilen können

Um dem Entstehen neuer Risse vorzubeugen, sollten Sie auch nach der erfolgreichen Abheilung die Haut gut pflegen und weiterhin spezielle Schrundensalben sowie Wund- und Heilsalben nutzen. Achten Sie bei Schrunden am Fuß bzw. an der Ferse zudem auf passendes Schuhwerk, damit Druckstellen und Verhornungen keine Chance haben und Ihre Füße gesund bleiben. 

Schrunden am Finger oder der Hand können Sie ebenfalls vorbeugen. Meiden Sie unnötigen Kontakt mit reizenden Substanzen (wie Desinfektions- oder Reinigungsmitteln), verwenden Sie beim Putzen Gummihandschuhe und tragen Sie bei kalten Temperaturen wärmende Handschuhe, um Ihre Haut vor dem Austrocknen zu schützen.

Bei häufigem und wiederholtem Auftreten von Schrunden sollten Sie Ihren Arzt um Rat fragen. Sie können auch eine Begleiterscheinung verschiedener Erkrankungen sein, die eine medizinische Behandlung erfordern.
 

Hausmittel bei Schrunden

Packungen mit Öl sind hilfreich bei Schrunden an Füßen oder Händen. Es eignen sich dazu beispielsweise Mandelöl, Kokosöl, Olivenöl oder auch Traubenkrenöl bzw. eine Mischung daraus. Dazu massieren Sie vor dem Schlafengehen die Hände oder Füße mit reichlich Öl ein und ziehen danach dicke Socken oder Baumwollhandschuhe an. So kann das Öl über die Nacht gut einwirken.

Auch ein Fußbad mit Milch und Honig kann Linderung bringen: dazu zwei Teile warme Milch mit einem Teil Honig vermischen und die Füße oder Hände darin 10 Minuten baden. Die Milch spendet der Haut Feuchtigkeit, der Honig wirkt zudem antibakteriell.
 

Was hilft noch gegen Schrunden?

Eine wichtige Maßnahme bei Schrunden an den Füßen ist, die trockene, verdickte Hornhaut an den Fersen oder anderen Stellen der Fußsohle regelmäßig zu entfernen. Dazu können Sie einen Bimsstein oder eine Fußfeile verwenden, am besten direkt nach dem Baden oder Duschen, wenn die Haut noch weich ist. Vorsicht gilt bei scharfen Gegenständen wie einem Hornhauthobel. Hier besteht die Gefahr, dass Sie zuviel Haut abtragen und somit neue Wunden entstehen.