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Eichenprozessionsspinner-Ausschlag erkennen und behandeln

Haben Sie nach einem Waldspaziergang einen juckenden Ausschlag, können Eichenprozessionsspinner dahinterstecken. Den Ausschlag schnell zu erkennen ist für eine gute Behandlung wichtig - damit die die Beschwerden bald wieder verschwinden.

Inhalt

Was sind Eichenprozessionsspinner?

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, der bevorzugt in warmen und trockenen Eichenwäldern lebt. Zu erkennen ist der etwa 35 mm große Eichenprozessionsspinner an seinen grau-braunen Flügeln, die mit dunklen Querstreifen überzogen sind. Für den Menschen sind jedoch vor allem seine Raupen relevant, die mit ihren unzähligen, feinen Brennhaaren schwere Gesundheitsschäden verursachen können. 

Die Eichenprozessionsspinner-Raupen kann man an ihren weißen Haaren und dem dunklen Streifen auf dem Rücken erkennen. Sie halten sich in Nestern auf, die wie Spinnweben aussehen und leben in Kolonien, in denen sie abends und nachts als lange Prozessionen auf der Suche nach Nahrung über die Bäume wandern. In der Zeit von Mai bis Juni sind die Raupen besonders aktiv und verlieren dabei insbesondere in ihren Nestern viele der Brennhaare, die sich über den Wind verbreiten. Verdächtig aussehende Bäume sollten bei Spaziergängen weitläufig umgangen werden.

Die Haare können direkt aus der Luft eingeatmet werden oder in die Augen gelangen, häufiger lagern sie sich jedoch auf Boden oder Pflanzen ab und kommen so in Kontakt mit Menschen. Am häufigsten vom Eichenprozessionsspinner-Ausschlag betroffen sind daher Spaziergänger im Wald, in der Natur spielende Kinder, Forstarbeiter und Anwohner befallener Regionen.
 

Eichenprozessionsspinner-Ausschlag: Symptome und Verlauf

Der Eichenprozessionsspinner-Ausschlag wird durch das Gift der Brennhaare hervorgerufen, das über viele kleine Stiche in die Haut gelangt. Besonders betroffen ist dabei die freiliegende Haut im Gesicht, am Nacken und den Gliedmaßen. Unter anderem durch die Freisetzung des Hormons Histamin entsteht ein schmerzhafter, juckender Eichenprozessionsspinner-Ausschlag, der als weiteres typisches Symptom eine Rötung und Schwellung der Haut mit kleinen Papeln und Bläschen aufweist. 

Der Eichenprozessionsspinner-Ausschlag ist nicht immer direkt als solcher zu erkennen, Hinweise können ein strichförmiger Verlauf auf der Haut und verbliebene Brennhaare sein. Werden die Härchen durch Kratzen oder Reiben auf der Haut verteilt, kann sich der Ausschlag auch auf andere Körperregionen ausbreiten. 

Nach Kontakt zu Brennhaaren der Eichenprozessionsspinner treten die ersten Beschwerden normalerweise innerhalb einer Dauer von etwa acht Stunden auf. Die Symptome bei einem Eichenprozessionsspinner-Ausschlag bilden sich im Verlauf meist innerhalb von ein bis zwei Wochen zurück, können jedoch auch länger bestehen bleiben.
 

Weitere Symptome durch Eichenprozessionsspinner

Gelangen die Brennhaare in die Augen, den Mund-Rachen-Raum oder die Lunge, können auch dort zum Teil schwere Beschwerden auftreten. Dazu gehören:

  • Eine schmerzhafte Binde- oder Hornhautentzündung mit Rötung und geschwollenen Augenlidern
  • Schleimhautschwellungen und Halsschmerzen
  • Atemprobleme mit Kurzatmigkeit, Husten und schleimigem Auswurf.

In seltenen Fällen können auch weitere Beschwerden wie Fieber, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen bis hin zu schweren allergischen Reaktionen mit Kreislaufschock auftreten, die eine umgehende Behandlung im Krankenhaus notwendig machen.
 

Erste-Hilfe bei Eichenprozessionsspinner-Ausschlag

Nach Kontakt mit den Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners gilt es zunächst, alle restlichen, am Körper verbliebenen Härchen bestmöglich zu entfernen, um ihre weitere Verbreitung zu vermeiden:

  • Wechseln Sie bereits im Freien die getragene Kleidung komplett, da sich auf dieser weitere Brennhaare befinden können. Waschen Sie sie bei mindestens 60°C, um die Haare vollständig zu entfernen.
  • Mit einem Streifen Klebeband können Sie Härchen, die auf der Haut verblieben sind, vorsichtig abnehmen.
  • Duschen Sie sich anschließend vollständig ab und waschen Sie dabei gründlich die Haare aus.
  • Sind Brennhaare in die Augen gelangt, sollten Sie auch diese so schnell wie möglich ausspülen.

Sind die Symptome des Eichenprozessionsspinner-Ausschlags sehr stark oder treten Symptome der Augen oder Atemwege auf, sollten Sie nach der Erstversorgung zur weiteren Behandlung unbedingt Ihren Arzt aufsuchen. So können Komplikationen früh erkannt und optimal behandelt werden.
 

Hausmittel gegen Eichenprozessionsspinner-Ausschlag

Nachdem Sie die Haare entfernt haben, können Hausmittel gegen die Beschwerden bei Eichenprozessionsspinner-Ausschlag helfen. Um Brennen, Schmerzen und Juckreiz bei Eichenprozessionsspinner-Ausschlag zu bekämpfen, können Sie die betroffene Haut vorübergehend mit kaltem Wasser oder Umschlägen kühlen. Auch mit kühlendem Gel oder Salbe mit Aloe vera bzw. Menthol können Sie den Eichenprozessionsspinner-Ausschlags behandeln und die Symptome lindern. Vermeiden Sie jedoch auch bei Juckreiz die betroffene Stelle zu kratzen, da dies die Härchen verteilen und die Hautreizung verstärken kann. 
 

Weitere Behandlung bei Eichenprozessionsspinner-Ausschlag

Bei einem Eichenprozessionsspinner-Ausschlag mit starken Hautsymptomen können Creme oder Salbe mit Kortison den Ausschlag lindern und den Juckreiz bekämpfen. Auch antiallergische Tabletten, die Antihistaminika enthalten, können die Symptome lindern.

Bei Symptomen der Augen oder Atemwege können nach ärztlicher Einschätzung antiseptische Augentropfen oder z. B. Inhaliersprays, die die Bronchien erweitern, eingesetzt werden. Bei sehr schwerem Verlauf kann auch eine Behandlung im Krankenhaus mit der Gabe von Medikamenten über die Vene notwendig werden.
 

Häufig gestellte Fragen

Was tun bei Eichenprozessionsspinner-Ausschlag?

Bei einem Eichenprozessionsspinner-Ausschlag sollten Sie ihre Kleidung wechseln, den Körper inklusive Haare gründlich abduschen und verbliebene Brennhaare mit einem Klebestreifen entfernen.
 

Wann ist Eichenprozessionsspinner-Ausschlag vorbei?

Die Saison der Eichenprozessionsspinner-Raupen, in der die meisten Hautkontakte vorkommen, dauert in der Regel von Mai bis Juni. Der Eichenprozessionsspinner-Ausschlag entsteht einige Stunden nach Kontakt zu Brennhaaren und hält meist eine bis zwei Wochen an.
 

Was hilft bei Eichenprozessionsspinner-Ausschlag?

Bei einem Eichenprozessionsspinner-Ausschlag hilft es, mit kaltem Wasser oder Umschlägen zu kühlen. Auch Gele mit Aloe vera oder Menthol können helfen. Bei stärkeren Beschwerden kommen Cortison-Creme oder Antihistaminika zum Einsatz.