Ekzeme erkennen & Symptome lindern | Bepanthen®

Ekzem – eine Entzündung der Haut

Der Begriff „Ekzem“ ist ein Sammelbegriff für verschiedene entzündliche Veränderungen der Haut. Daher können die Veränderungen der Haut bei Ekzemen sehr unterschiedlich aussehen. Den meisten Ekzemen gemeinsam ist jedoch der Juckreiz. Vielfach wird der Begriff „Dermatitis“ gleichbedeutend mit „Ekzem“ verwendet. Erfahren Sie hier das Wichtigste zu Ursachen, Symptomen und der Behandlung von Ekzemen.

Inhalt

 

Ein Ekzem erkennen

Verschiedene Symptome deuten auf das Vorliegen eines Ekzems hin. Dabei unterscheidet man zwischen einer akuten und einer chronischen Form. Das akute Ekzem kann folgende Merkmale aufweisen:

  • Juckreiz
  • Rötung
  • Knötchen
  • Bläschen
  • Nässen
  • Krustenbildung.

Verschwinden die Symptome auch nach längerer Zeit nicht oder treten sie erneut auf, spricht man von einem chronischen Ekzem. Dann stehen eher eine trockene Schuppung und eine lederartige Hautverdickung (Lichenifikation) im Vordergrund.
 

Ekzeme und deren Ursachen

Ekzeme können zahlreiche Ursachen haben: Sie können durch äußere Faktoren wie Reinigungsmittel, Allergene oder Austrocknung beeinflusst werden (exogene Ekzeme) oder mit inneren Faktoren wie einer genetischen Veranlagung zusammenhängen (endogene Ekzeme). Somit ist keine Ansteckung von Mensch zu Mensch möglich. Die bekannteste Form des endogenen Ekzems ist die Neurodermitis, auch atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis genannt.

  • Atopisches Ekzem: Das atopische Ekzem ist die häufigste chronische Hauterkrankung und betrifft Menschen in jedem Lebensalter: In Deutschland geht man von Häufigkeit von etwa 23% bei Babies und Kleinkinder aus und von etwa 2–4 % bei Erwachsenen. Das atopische Ekzem geht mit starkem, quälendem Juckreiz sowie mit trockener Haut und nässenden Ekzemen einher. Oftmals tritt es an Gesicht, Nacken, Ellenbeugen, Kniekehlen und Händen auf. Betroffene haben meist eine Veranlagung zu einer leichter irritierbaren und empfindlicheren Haut. Die genaue Ursache ist unbekannt, es scheinen allerdings sowohl erbliche Faktoren als auch bestimmte Auslöser (z.B. Wolle, Infektionen, Wetterbedingungen oder Stress) eine Rolle zu spielen.
  • Toxisches und allergisches Kontaktekzem: Das toxische Kontaktekzem (auch toxische Kontaktdermatitis genannt) tritt nach Kontakt mit einer Substanz auf, die eine Hautreizung verursacht (zum Beispiel UV-Licht, Reinigungsmittel, Säuren oder Laugen). Das toxische Kontaktekzem kann sowohl bei Allergikern als auch bei Nicht-Allergikern auftreten und zeigt sich in dem Bereich, der mit der Substanz in Kontakt gekommen ist. Beim allergischen Kontaktekzem sind Hautveränderungen in der Regel ebenfalls auf den Bereich beschränkt, der mit dem Allergen (zum Beispiel Nickel oder Chrom) in Kontakt gekommen ist. Sie treten circa 24 bis 72 Stunden nach Kontakt auf.
  • Phototoxisches oder photoallergisches Ekzem: Durch die Wechselwirkung zwischen chemischen Substanzen (z.B. Arzneimitteln, Inhaltsstoffe von Kosmetika) oder Allergenen (z.B. ebenfalls Medikamente) mit Sonnenstrahlung und der Haut können auch Ekzeme entstehen. Die Hautveränderungen treten meist nur in dem Bereich auf, der dem Sonnenlicht ausgesetzt war. Das Erscheinungsbild eines phototoxischen Ekzems ähnelt dem eines Sonnenbrands, das photoallergische Ekzem ist meist unschärfer begrenzt.
  • Austrocknungsekzem: Diese Ekzemform, die auch Exsikkationsekzem oder Trockenekzem genannt wird, entsteht durch Austrocknung der Haut. Ursachen sind ein verminderter Fettgehalt der Haut sowie kalte Temperaturen, niedrige Luftfeuchtigkeit und häufiges Waschen. Häufig tritt das Ekzem im Gesicht sowie an Armen und Beinen auf und zeigt sich als gerötete, trockene Stellen mit Neigung zu rissiger Haut.Das Austrocknungsekzem tritt besonders häufig bei alten Menschen auf.
  • Seborrhoisches Ekzem: Das seborrhoische Ekzem zeigt sich meist in talgdrüsenreichen Regionen wie dem Haaransatz der Kopfhaut oder dem Gesicht, kann aber auch andere Körperareale betreffen. Es äußert sich durch gelblich-fettige Schuppen auf geröteter Haut. Die Ursachen dieses Ekzems sind bislang noch nicht abschließend geklärt. Mögliche Auslöser sind der hauttypische Hefepilz Malassezia furfur oder eine übermäßige Talgproduktion.
  • Stauungsekzem: Auch ein Venenleiden (chronisch-venöse Insuffizienz) ist ein möglicher Auslöser für ein Ekzem. Geschädigte Blutgefäße und Blutstau (zum Beispiel in den Unterschenkeln) begünstigen Entzündungen, die eine Rötung der Haut, Schuppung, Pigmentierung und Juckreiz verursachen können.
     

Ekzeme im Gesicht

Ekzeme im Gesicht können zum Beispiel im Rahmen eines seborrhoischen Ekzems auftreten. Hier zeigen sich gelblich-fettige Schuppungen vor allem an den Nasenflügeln, Augenbrauen, Bart und am Haaransatz der Kopfhaut. Beim atopischen Ekzem stehen eher trockene, schuppende und gerötete Hautbereiche mit Juckreiz im Vordergrund. Bei Säuglingen sind häufig Gesicht und Kopfhaut (Milchschorf) betroffen, bei Jugendlichen und Erwachsenen sind vor allem die Augenlider. Minimalformen des atopischen Ekzems sind Lippenentzündungen sowie Einrisse an Mundwinkeln und Ohrläppchen.
 

Ernährung bei einem Ekzem

Ein Zusammenhang zwischen Ekzem und Ernährung lässt sich beim atopischen Ekzem (Neurodermitis) beobachten: Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten beeinflussen oft den Verlauf der Erkrankung. Hier kann es sinnvoll sein, ein Ernährungstagebuch zu führen, um aufzuspüren, auf welches Lebensmittel die Haut reagiert. Häufige Auslöser einer Lebensmittelallergie oder -unverträglichkeit sind:

  • Kuhmilch
  • Weizen und Soja
  • Nüsse, Kerne
  • Fisch
  • Einzelne Bestandteile wie Farb- und Konservierungsstoffe.

Beim seborrhoischen Ekzem konnte bislang kein sicherer Zusammenhang mit der Ernährung festgestellt werden.
 

Hausmittel gegen Ekzeme

Wenn Ekzeme zum ersten Mal oder mit starken Beschwerden auftreten, sollten sie vom Arzt behandelt werden. Durch eine gute Hautpflege lassen sich die meisten Ekzeme jedoch vorbeugen. Folgende Tipps und Hausmittel sind bei Ekzemen hilfreich:

  • Beim atopischen Ekzem nicht zu häufig, zu lange oder zu heiß duschen, weil dies die Haut zu stark austrocknet. Rückfettende Öle als Zusätze sind beim Duschen und Baden günstig, weil sie die Haut pflegen und nachfetten.
  • Störende Schuppen beim seborrhoischen Ekzem weicht man am besten zunächst auf, damit sie sich besser ablösen. Ein bewährtes Hausmittel, auch bei Babies, ist Olivenöl. Wenn man abends die Schuppen mit dem Öl betupft und über Nacht einwirken lässt, lassen sich die Schuppen am nächsten Tag mit einem milden Shampoo auswaschen. Manchen Betroffenen hilft auch das Auftragen von verdünntem Apfelessig auf die erkrankten Hautstellen.
     

Ekzem behandeln: Cremes können die Symptome lindern

Ekzeme können vollständig abheilen, müssen aber – abhängig von ihrer Art und Ursache – unterschiedlich behandelt werden:

Beim atopischen Ekzem tragen rückfettende und feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte zu einer Verbesserung der Symptome bei. Betroffene sollten außerdem Auslöser möglichst meiden. Zur Stillung des Juckreizes können juckreizstillende Wirkstoffe oder auch Antihistaminika (als Tabletten) eingesetzt werden. Bei akuten Entzündungen wird oft ein Kortison-Präparat als Salbe oder Creme verordnet.

  • Zum Waschen besser keine normale, sondern pH neutrale Seife verwenden, da diese schonender für den Säureschutzmantel sind.
  • Am besten nach jedem Waschen die Haut eincremen. Produkte mit feuchtigkeitsbindenden Stoffen wie Dexpanthenol oder Harnstoff binden Feuchtigkeit in der Haut und halten sie geschmeidig.
  • Beim allergischen oder toxischen Kontaktekzem sind zunächst entzündungshemmende Cremes das Mittel der Wahl. Langfristig sollte man allerdings den Kontakt mit Auslösern (zum Beispiel Allergenen) vermeiden. Dasselbe gilt auch für das photoallergische und das phototoxische Ekzem: Falls möglich, wird das auslösende Medikament abgesetzt und auf einen ausreichenden Sonnenschutz geachtet.
  • Weil beim seborrhoischen Ekzem unter anderem Hefepilze eine Rolle spielen, werden zur Behandlung Cremes, Shampoos oder Lotionen eingesetzt, die gegen Pilze wirksam sind. Zur kurzfristigen Anwendung gegen die Entzündung eignen sich kortisonhaltige Mittel zum Auftragen.
  • Zusätzlich zur akuten Therapie eines Ekzems sollte darauf geachtet werden, die Haut nicht noch mehr zu reizen, sondern sie ergänzend zu unterstützen. Insbesondere bei Rötungen und Juckreiz eignen sich dafür Produkte, die der Haut bei ihrer Regeneration helfen und die Symptome lindern, wie z.B. Bepanthen® Sensiderm Creme.
     

Bepanthen® Sensiderm lindert die Symptome eines Ekzems

Die Bepanthen® Sensiderm Creme stabilisiert die Hautschutzbarriere, kann aufgrund ihrer Inhaltsstoffe über einen längeren Zeitraum angewendet werden und eignet sich dadurch für die Linderung von Symptomen wie Juckreiz oder Rötungen bei Ekzemen. Die Linderung des Juckreizes reduziert auch den Drang, sich an der betroffenen Stelle zu kratzen. Das führt dazu, dass die Regeneration der Haut unterstützt wird.

Bei einem Ekzem sollten Sie darauf achten, die Haut durch Cremes nicht zusätzlich auszutrocknen. Daher enthält die Bepanthen® Sensiderm Creme den bewährten Inhaltsstoff Dexpanthenol, der Feuchtigkeit spendet und die Regeneration der Haut unterstützt. Zudem fügen sich die enthaltenen Lipide durch ihre hautähnliche, lamellare Struktur in die Hautschutzbarriere ein und stabilisieren diese. Darüber hinaus verzichtet die Bepanthen® Sensiderm Creme auf Parfüm und Farb- sowie Duftstoffe.

 

Bepanthen® Sensiderm Creme

Hautschutzbarriere stärken

Die Bepanthen® Sensiderm Creme fügt sich in die natürliche Hautschutzbarriere ein und stabilisiert.

Häufig gestellte Fragen

Wie behandelt man Ekzeme bei Babys und Kindern?

Vom atopischen Ekzem sind häufig schon Säuglinge betroffen. Wichtig ist eine gute Pflege der Haut mit konsquentem täglichen Eincremen der gesamten Hautoberfläche. Für geeignete Pflegeprodukte ist es sinnvoll, den Kinderarzt oder Hautarzt zu Rate zu ziehen, ebenso für die Behandlung eines akuten Schubs. Ansonsten gilt auch wie beim Erwachsenen, reizende Auslöser zu vermeiden. Gut zu wissen: Häufig kommt es ab dem Kleinkindalter zu einer natürlichen Verbesserung des Hautzustandes.

Was hilft bei einem Ekzem?

Bei der Behandlung von Ekzemen gilt ganz allgemein: feucht auf feucht, fett auf trocken. Bei einem nässenden Ekzem sind deshalb vor allem feuchte, kühle Umschläge oder Cremes mit hohem Wasseranteil (Cremegels) hilfreich. Fettreiche Salben eignen sich besser bei trockenen, schuppenden Ekzemen wie z.B. der Neurodermitis.

Was sind mögliche Folgen eines Ekzemes?

Besteht ein chronisches Ekzem über längere Zeit, kann es zu einer lederartigen Verdickung der Haut kommen. Im Extremfall können sich Risse in der Haut bilden, die schmerzhaft sind und sich entzünden können. Bei anhaltendem Juckreiz und Kratzen entstehen wunde Hautstellen, in die reizende Substanzen oder Keime eindringen können und so ebenfalls eine Hautentzündung hervorrufen.