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Leichte Verbrennungen richtig behandeln

Vom Sonnenbrand bis zum Griff ans Backblech – leichte Verbrennungen sind schnell passiert.

Doch wie bedrohlich kann eine Verbrennung sein und wann kann man sie noch selbst behandeln?

Die Gefahr einer Verbrennung hängt von der Größe und Tiefe der Brandwunde ab. Unfälle ereignen sich beispielsweise durch Feuer oder andere heiße Gegenstände wie ein Bügeleisen. Ähnliche Verletzungen können bei einer Verbrühung durch kochendes Wasser geschehen. Bei leichten Verbrennungen oder Verbrühungen ist in der Regel die oberste Hautschicht (Epidermis) betroffen, die sich rötet, anschwillt und schmerzt. Im Gegensatz zu schwereren Verbrennungen bilden sich normalerweise keine Blasen, und die Haut heilt vollkommen ab. Interessant zu wissen: Ab 44 Grad Celsius kann es auf der Haut zu einer Verbrennung kommen. Neben der Temperatur beeinflusst auch die Einwirkungsdauer die Schwere der Verbrennung. So erklärt sich beispielsweise, dass man den Finger kurz durch eine Kerzenflamme mit einer Temperatur von 600 bis 1.000 Grad Celsius ziehen kann, ohne dass etwas passiert. Ein heißer Fettspritzer vom Grill, der längeren Kontakt mit der Haut hat, kann hingegen durchaus Schaden anrichten.

Medizinische Definition der drei Verbrennungsgrade

Brandwunden können unterschiedlich schlimm sein. Je nachdem, wie tief und großflächig die Haut verbrannt oder auch verbrüht wurde, unterscheidet die Medizin drei Verbrennungsgrade:

Verbrennung 1. Grades: Nur die Oberhaut (Epidermis) ist betroffen. Die Haut ist lediglich gerötet, einige Tage berührungsempfindlich und in einzelnen Fällen gering geschwollen. Verbrennungen 1. Grades, zu der auch der Sonnenbrand gehört, können Sie selbst behandeln.

Verbrennung 2. Grades: Neben der Oberhaut ist auch die darunterliegende Lederhaut (Dermis) verbrannt. Zusätzlich zu den Symptomen der leichten Verbrennung treten häufig auch Brandblasen auf. Eine Spontanheilung ist je nach Schweregrad der Verbrennung meist nicht mehr möglich. Hier sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Verbrennung 3. Grades: Sämtliche Hautschichten bis zur untersten Hautschicht (Subkutis) sind zerstört, so dass weißes oder verkohltes Gewebe übrigbleiben. Betroffene haben meist keine Schmerzen, da auch die Hautnerven zerstört sind. Bei einer so schweren Verbrennung muss sofort der Notarzt alarmiert werden. Im Krankenhaus müssen die abgestorbenen Hautschichten operativ entfernt werden. In einigen Fällen kann auch eine Hauttransplantation nötig sein.

Wie behandelt man eine leichte Verbrennung?

Eine Grundregel für die Versorgung bei einer Verbrennung lautet: Sofortiges Kühlen und das Abwaschen einer heißen Flüssigkeit kann den Schweregrad deutlich verringern. Durch die Kühlung werden nämlich negative Vorgänge, wie zum Beispiel eine Entzündungsreaktion, begrenzt. Ob Sie die Verletzung im Anschluss an die Erste-Hilfe-Maßnahmen selbst versorgen können, hängt vom jeweiligen Verbrennungsgrad ab. Handelt es sich um leichte Verbrennungen vom Schweregrad 1, können Sie die Versorgung der Brandwunde selbst übernehmen. Wichtig ist, dass Sie die geschädigte Haut nachhaltig mit Feuchtigkeit versorgen. Hierzu eignen sich besonders bei größeren Hautarealen wie Sonnenbränden feuchtigkeitsspendende Sprays, die nicht auf der verbrannten Haut verrieben werden müssen. Durch diese Versorgung wird der Wasserverlust der geschädigten Haut ausgeglichen– die Haut spannt weniger und wird elastischer. Sprays wie das Bepanthen® Kühlendes Schaumspray kühlen sofort und lindern so den empfundenen Schmerz. Nach einigen Tagen ist die Haut wieder regeneriert. Bei kleineren Stellen hilft auch eine atmungsaktive Heilsalbe mit Dexpanthenol wie beispielsweise die Bepanthen® Wund- und Heilsalbe. Verbrennungen ab dem 2. Schweregrad sollten hingegen immer ärztlich behandelt werden – um eine optimale Versorgung zu ermöglichen.

Verbrannt? Kühlung hilft!

Bei Verbrennungen vom Schweregrad 1 können Sie selbst aktiv werden.

Was tun bei einer Verbrennung? Frau kühlt Hand unter Wasserstrahl.