Arzthelferin verbindet Arm zur besseren Wundheilung.

Wundbehandlung – ein alltägliches Thema

Mädchen versorgt ihre Wunde

Im Alltag zieht man sich schnell kleinere Wunden zu: einen Schnitt beim Obstschneiden, eine Verbrennung am heißen Ofenblech oder eine Hautabschürfung beim Sturz auf den Asphalt.

Meist ist es bei diesen leichteren Verletzungen nicht notwendig, einen Arzt aufzusuchen. Aber die richtige Wundversorgung ist wichtig, damit der Heilungsprozess bestmöglich verläuft.

 

Die primäre Wundversorgung bei blutenden Schrammen, Schnitt- und Schürfwunden

Schnitt- und Schürfwunden haben gemeinsam, dass sie mehr oder weniger stark bluten. Während Schnittwunden vor allem wegen ihrer Tiefe, durch die mehr Blutgefäße verletzt werden, gefährlich werden können, ist bei Schürfwunden die Oberfläche wesentlich größer. Dadurch, dass unter der abgeschürften Hautschicht die Nervenenden freiliegen, können diese Wunden besonders schmerzhaft sein.

Die Wundversorgung erfolgt bei beiden Wundarten in drei Schritten.

1. Reinigen

Bevor Sie die Wunde versorgen, waschen Sie sich sorgfältig die Hände. Dann reinigen Sie die Wunde mit einem sauberen, trockenen Tuch oder unter lauwarmem oder kühlem, fließendem Wasser. Anschließend tupfen Sie die Stelle vorsichtig trocken. Sollten größere Fremdkörper wie zum Beispiel Glassplitter in der Wunde stecken, belassen Sie diese an Ort und Stelle und suchen Sie einen Arzt auf. Kleinere Steinchen, Glas- oder Holzsplitter können Sie mit einer Pinzette entfernen.

2. Desinfizieren

Der zweite Schritt bei der Wundversorgung ist die Desinfektion. Nach der Reinigung von grobem Schmutz wird die Verletzung mit einer speziellen antiseptischen Wundcreme oder einem Wundspray behandelt. Diese bekämpfen Krankheitserreger, die eventuell in die Wunde eingedrungen sind.

3. Abdecken

Am Schluss der primären Wundversorgung decken Sie die Wunde ab. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Schmutz und Keime in die Wunde gelangen oder die oberflächlich geschlossene Verletzung durch Unachtsamkeit wieder aufbricht.

Je nach Art und Größe der Wunde stehen verschiedene Verbandsmittel für die Wundversorgung zur Auswahl: Pflaster, sterile Kompressen oder Mullbinden. Moderne Verbandsmaterialien sorgen dafür, dass die Haut darunter atmen kann. Die Abdeckung muss regelmäßig gewechselt werden.

 

Weitere Tipps für die Wundversorgung

Auch wenn es im ersten Moment erschrecken kann, sollte man eine Wunde zunächst kurz „ausbluten“ lassen. Dabei werden Keime aus der Wunde gespült und so das Infektionsrisiko verringert. Anschließend kann, gerade bei stärkeren Blutungen, ein Druckverband, beispielsweise mit einer Kompresse, angelegt werden, der die Blutung stoppt. Blutet die Wunde jedoch mit Druckverband weiter, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Nach der primären Wundversorgung, wenn die Haut beginnt, sich wieder zu schließen, können Sie die Wundheilung mit speziellen Heilsalben unterstützen. Hierfür hat sich der Wirkstoff Dexpanthenol bewährt, der die Bildung neuer Hautzellen fördert und so den natürlichen Heilungsprozess unterstützt.

Vor allem Kinder ziehen sich häufig Schrammen und Schürfwunden zu. Die Wundversorgung kann sich schwierig gestalten, wenn die Kleinen Angst vor weiteren Schmerzen haben. Häufig hilft es, dem Kind jeden Schritt vorher genau zu erklären und anzukündigen, dass es kurz ein bisschen weh tun kann, aber danach schnell besser wird. Etwas ältere Kinder können bei der Wundversorgung mithelfen, indem sie z. B. das Pflaster selbst aufkleben. Bunte Kinderpflaster sorgen zusätzlich für Trost und gute Laune.

Wunddesinfektion

Offene Wunden sollten stets desinfiziert werden, um Bakterien und anderen Erregern keine Chance zu geben.

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Antiseptische Wundcreme

Bepanthen Antiseptische Wundcreme schützt hautverträglich und effektiv vor Infektionen bei kleinen Wunden.

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Schnellere Wundheilung

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