Arzthelferin verbindet Arm zur besseren Wundheilung.

Methoden der Tattooentfernung: Ein Überblick

Frau bekommt eine Laserbehandlung zur Tattooentfernung.

Ob ein geistreicher Spruch in chinesischen Schriftzeichen oder der Name des Ex-Partners – nicht mit allen Tätowierungen möchte man sich lebenslang schmücken. Daher wollen immer mehr Menschen eine Tattooentfernung.

Die Möglichkeiten, ein Tattoo zu entfernen, sind vielfältig – am beliebtesten ist die Laserbehandlung.

 

Tattoo entfernen mittels Laser

Die meisten Menschen, die sich ihr Tattoo entfernen lassen möchten, ziehen eine Laserbehandlung in Betracht. Dabei lenkt der Arzt hochkonzentriertes Licht einer bestimmten Wellenlänge in mehreren Therapie-Sitzungen auf das Motiv. Dadurch können die Farbpigmente zersprengt und über die Lymphe (ein körpereigenes System für Abfallstoffe) abtransportiert werden.

Das sollten Betroffene vorher wissen:

  • Vorteile: Behandlungsdauer zwischen zehn und 20 Minuten (bei mehreren Sitzungen); die Wunde ist in der Regel gut zu versorgen; Gefahr der Narbenbildung minimal
  • Risiken/Nachteile: nicht gut geeignet für farbige Tattoos; relativ kostspielig; Verdunkelungen der Farbe sind möglich; Langzeitfolgen bleiben unbekannt; allergische Reaktionen auf die gespaltenen Pigmente wurden beobachtet

Was viele Verfechter dieser Methode zur Tattooentfernung nicht wissen: Durch den Laserstrahl werden die Farbpigmente zwar zerschossen, die Farbe verbleibt aber im Körper, sie wird in den Lymphknoten eingelagert. Ob die entstehenden Spaltprodukte giftig sind, wird derzeit untersucht.

 

Tattooentfernung ohne Laser: Die Dermabrasion

Bei der Dermabrasion wird die Haut inklusive der Farbpigmente abgeschliffen, bis das Tattoo nicht mehr sichtbar ist. Hierzu kommt entweder eine feine Drahtbürste oder eine Diamantfräse zum Einsatz, es handelt sich also um eine Methode der Tattooentfernung ohne Laser. Die Risiken und Vorteile der Dermabrasion:

  • Vorteile: alle Farben können behandelt werden; Pigmente verbleiben nicht im Körper
  • Nachteile/Risiken: nur für kleine Bereiche geeignet; großflächige Wunde entsteht; hohes Risiko für Infektionen sowie Narben; Hyperpigmentierung möglich (eine vermehrte Färbung der Haut, die Haut erscheint dunkler)

Wegen der großflächigen Verletzung der Haut und der oft wenig zufriedenstellenden Ergebnisse wird die Dermabrasion zur Tattooentfernung kaum mehr angewandt.

 

Chirurgische Methoden

Bei einer chirurgischen Tattooentfernung schneidet der Chirurg das nicht mehr erwünschte Motiv aus der Haut. Sie ist die einzige Methode, bei der das Tattoo nach der Behandlung vollständig verschwindet. Die Vor- und Nachteile in Kürze:

  • Vorteile: bei allen Farben anwendbar; vollständiges Entfernen möglich; keine Restpigmente verbleiben in der Haut
  • Nachteile/Risiken: Narbenbildung nicht zu verhindern; funktioniert nur bei kleinen Tattoos; an den Extremitäten schlecht einsetzbar, da zu wenig Gewebe vorhanden ist; allgemeine Risiken einer Operation mit Narkose (beispielsweise Infektionen, Blutergüsse oder Gefühlsstörungen)

Eine Operation ist bei einigen Tattoos die einzige Chance, sie zu entfernen, weshalb diese Methode immer noch angewandt wird. Jedoch sollten Sie sich bewusst machen, dass hier immer Narben zurückbleiben.

 

Tattoo mittels Creme entfernen?

Viele Tätowierte, die ihren Körperschmuck loswerden möchten, stellen sich die Frage, ob es eine Creme gibt, durch welche sich das Tattoo entfernen lässt. Als Alternative zu einer Laserbehandlung werden immer wieder flüssige Tattooentferner angeboten. Dabei handelt es sich aber nicht um Anti-Tattoo-Cremes im engeren Sinne, sondern um Lösungen mit Milchsäure, die unter die Haut gespritzt werden müssen. Immer wieder werben Kosmetikstudios oder andere Anbieter damit. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt jedoch vor dem Einsatz solcher Mittel: Die verwendete Milchsäure reizt häufig die Schleimhäute, beispielsweise am Auge. Zudem kann es durch die Anwendung zu teils schweren Entzündungen und Narbenbildung kommen.

Noch ein Wort zu chemischen Peelings

Im Zusammenhang mit dem Abschleifen der obersten Hautschichten kursiert immer wieder der Begriff „chemisches Peeling“ als Anti-Tattoo-Creme. Davon raten Experten ab! Die Haut mit chemischen Mitteln wegzuätzen kann zu schweren Komplikationen, beispielsweise chronischen Entzündungen, führen. 

Wunden durch Laser profitieren von Dexpanthenol

Mediziner empfehlen, sich vor einer Tattooentfernung gründlich über die Risiken der einzelnen Methoden aufklären zu lassen und sich dafür auf jeden Fall in ärztliche Behandlung zu begeben. Im Anschluss an eine Tattooentfernung ist eine gute Nachsorge der Wunde besonders wichtig. Auch die relativ schonende Laserbehandlung verursacht nach jeder Therapie-Sitzung eine oberflächliche Hautverletzung, die durch ein gezieltes Wundmanagement gelindert werden kann. Für die Behandlung laserinduzierter Wunden sind dexpanthenolhaltige Salben wie zum Beispiel Bepanthen® Wund- und Heilsalbe bestens geeignet. Die Salbe bildet einen Schutzfilm auf der gereizten Haut und schützt die  Wunde so vor Austrocknung. Zudem regt sie die Neubildung von Hautzellen an und fördert auf diese Weise den natürlichen Heilungsprozess.