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Narbenpflege: Es ist nie zu früh und nur selten zu spät

Frau hat Narbe am Bauch: Narbenbildung kann überall am Körper entstehen.Alt text

Neben ihrem Äußeren bereitet Ihre Narbe Ihnen eventuell Unannehmlichkeiten wie Juckreiz, Spannungsgefühl, eingeschränkte Bewegungsfähigkeit oder irritierte Empfindungsfähigkeit gegenüber Temperaturen und Schmerzen.

Moderne Narbengele unterstützen dabei die Narbe nicht nur blasser, sondern auch weicher und flacher zu machen und dadurch Spannungsgefühl und Juckreiz zu reduzieren.

 

Warum Narben so unschön sind

Je nach Größe der Wunde erreichen Narben ihr endgültiges Aussehen erst nach etwa zwei Jahren und lassen sich bis dahin noch positiv beeinflussen. Gerade ältere Narben haben sich jedoch manifestiert und bedürfen etwas mehr Ausdauer in der Behandlung. Allgemein gilt der Grundsatz: je früher, desto besser: Für die Pflege frischer Narben sollten Sie mindestens acht Wochen einkalkulieren, bei älteren Narben besser sechs Monate.

Während oberflächliche Verletzungen der Epidermis narbenlos verheilen können, muss der Körper bei tiefer gehenden Schäden schnell reagieren. Die „Ersatz-Reparaturmasse“ Narbe kann daher nie so schön sein wie die gesunde Haut. Schließlich steht hier der schnelle und vor Infektionen schützende Verschlusseffekt vor der Schönheit.

 

Narben pflegen: kleiner Aufwand, große Wirkung

Blass oder gerötet, erhaben und uneben – Narben wirken wie ein kleiner Störfaktor in der Haut. Mit regelmäßiger Behandlung lässt sich einiges nachträglich glätten.

Für eine erfolgsversprechende Narbenpflege gibt es verschiedene Inhaltsstoffe. Einer der bekanntesten ist Silikon.

Narbenpflege: effektive Unterstützung im Heilprozess frischer Narben

Eine noch nicht vollständig geschlossene Wunde können Sie mit Heilsalben behandeln, um die Wundheilung zu unterstützen. Ist die Wunde vollständig verschlossen, bzw. sind nach einer OP die Fäden gezogen, kommen spezielle Produkte zur Narbenpflege zum Einsatz. Silikonhaltige Gele und Pflaster sowie Massagen helfen dabei, den Prozess der Narbenbildung positiv zu beeinflussen. Auf folgende Dinge gilt es zu achten:

  • Bereits bevor die Wunde verschlossen ist, können Sie eine Heilsalbe auftragen. So bleibt die Haut elastisch und die Heilung wird unterstützt.
  • Verhindern Sie reizende Einflüsse wie scheuernde Kleidung. Kratzen Sie keine juckende Narbe.
  • Schützen Sie das Gewebe vor ruckartigen Bewegungen, um ein Aufbrechen und unschönes Verheilen der Narbe zu vermeiden.
  • Sobald die Wunde verschlossen ist, können spezielle Narbenprodukte, wie z. B. Silikongele, einer Wucherung des Narbengewebes vorbeugen.
  • Eine regelmäßige Massage der Narbe kann die Narbenbehandlung unterstützen und die Narbe beweglicher, weicher, flacher und blasser machen.

 

Ältere Narben pflegen und verbessern

Auch das Erscheinungsbild älterer Narben, deren Umstrukturierungsprozess noch nicht vollständig abgeschlossen ist, kann durch die richtige Pflege mit speziellen Narbenprodukten und einer regelmäßigen Massage verbessert werden.

  • Ältere Narben profitieren von einer regelmäßigen Massage. Die Kollagenfasern werden geschmeidiger und die Narbenstruktur wird verbessert. Dadurch wird die Narbe beweglicher, weicher, flacher und blasser.
  • Auch sollte eine Austrocknung der Narbe verhindert werden um Rötungen, Wucherungen und Spannungsgefühle zu reduzieren. Hierzu eignen sich spezielle Narbengele mit Silikon, die die Hautoberfläche schützen und eine Austrocknung verhindern. Feuchthaltefaktoren wie z. B. Dexpanthenol können zusätzlich helfen, das Feuchtigkeitsgleichgewicht zu unterstützen.

Tipp: Kurzzeitig lassen sich Narben wegschminken. Theater und Bühne kennen das Camouflage-Make-up in Form von Cremes, Pudern und Abdeckstiften.

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