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Verbrennung 2. Grades: Symptome und Behandlung

Kind fasst heißen Topf an

Verbrennungen und Verbrühungen werden in der Regel in drei unterschiedliche Schweregrade eingeteilt:

Verbrennungen 1. Grades: leichte Verbrennungen, die meist wenig Schmerzen verursachen und folgenlos verheilen

Verbrennungen 2. Grades: mittelschwere Verbrennungen, bei denen die obersten Hautschichten zerstört wurden, vollständige Heilung mit oder ohne Narbenbildung

Verbrennungen 3. Grades: Zerstörung aller Hautschichten, nicht heilbar

 

Verbrennung 2. Grades – Symptome und Beschwerden

Verbrennungen 2. Grades entstehen z. B. durch einen unachtsamen Umgang mit Feuer, bei Auto- und Arbeitsunfällen oder durch Verbrühungen im Haushalt. Bei Kleinkindern unter vier Jahren sind 70 % aller Verbrennungen Verbrühungen durch Unfälle in den eigenen vier Wänden.

Verbrennungen 2. Grades werden in die Kategorien a und b unterteilt. Zu den wichtigsten Symptomen und Beschwerden einer Verbrennung des Grades 2 a zählen:

  • die Bildung geschlossener Blasen,
  • stark gerötete Wundflächen und
  • schwere Schmerzen.

Trotz der starken Beanspruchung der Haut und der Schmerzen heilen diese Verbrennungen in der Regel gut ab. Verbrennung des Grades 2 b hingegen benötigen einen längeren Zeitraum um auszuheilen und hinterlassen oft Narben. Zu erkennen sind diese Verbrennungen 2. Grades an

  •  sehr geringen oder sogar gar keinen Schmerzen,
  •  einer hellen bis weißen Wunde sowie
  •  zerrissenen oder aufgeplatzten Blasen.

Den Schweregrad einer Verbrennung selbst richtig einzuschätzen, ist nicht einfach. Im Zweifelsfall sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.

 

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einer Verbrennung zweiten Grades

  • Bei einer Verbrennung sollten Sie schnell reagieren. Als Erstes muss die Ursache der Verbrennung oder Verbrühung beseitigt werden. Entfernen Sie dann verbrannte oder verbrühte Kleidung vorsichtig von der Haut. Klebt diese an der Haut fest, muss sie von einem Arzt gelöst werden.
  • Bei einer Verbrennung 2. Grades sollten Sie die verbrannte Hautstelle mit fließendem kaltem Wasser (10-15 Grad) kühlen. Das Kühlen lindert die Schmerzen und verhindert die Ausdehnung der Verbrennung.
  • Besondere Vorsicht beim Kühlen ist bei Säuglingen und Kleinkindern angesagt: Hier macht eine Kühlung nur in den ersten 15 Minuten nach der Verbrennung Sinn. Diese sollte nicht länger als 10 Minuten dauern, da der Körper des Kindes sonst zu sehr auskühlt.
  • Nach der Kühlung der Verbrennung sollten Sie diese möglichst steril abdecken und einen Arzt aufsuchen, da Infektionsgefahr besteht.

 

Nachbehandlung einer Verbrennung 2. Grades

Verbrennungen 2. Grades werden in der Regel mit fettreichen Salben behandelt.

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