Hautprobleme können unterschiedlicher Art sein.

Neurodermitis – was ist das eigentlich?

Mann cremt seine von Neurodermitis geplagte Haut an der Hand ein.

Den Begriff „Neurodermitis“ haben viele sicher schon einmal gehört. Doch abgesehen von den Betroffenen in ärztlicher Behandlung weiß kaum jemand genau, was es mit dieser Hauterkrankung eigentlich auf sich hat. Was also ist Neurodermitis? Kurz zusammengefasst ist es eine chronische, entzündliche Hautkrankheit, die in Schüben auftritt und nicht ansteckend ist. Typische Kennzeichen sind trockene, juckende und gerötete Hautpartien, die auch schuppen oder nässen können.

Der Begriff Neurodermitis wurde im 19. Jahrhundert aus dem Griechischen abgeleitet. „Neuro“ steht für Nerv, „derm“ für Haut. Die Endung „-itis“ wurde als Kennzeichen für einen Entzündungsprozess angefügt. Denn damals hielt man die Entzündung der Nerven für den Krankheitsauslöser. Heute weiß man, dass die Hauterkrankung andere Ursachen hat. Daher bevorzugen Mediziner die Bezeichnungen atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem, wobei atopische Dermatitis der gängige Ausdruck ist. „Atopisch“ bedeutet medizinisch, dass der Körper eine Überempfindlichkeit gegen ansonsten harmlose Umwelteinflüsse zeigt.

 

Neurodermitis: Ursachen und Auslösereize

Welche Ursachen die atopische Dermatitis hat, ist bisher noch nicht vollständig bekannt. Belegt ist jedoch die Vererbbarkeit der Hauterkrankung. Die Wahrscheinlichkeit daran zu erkranken, beträgt etwa 30 Prozent bei einem erkrankten Elternteil. Haben beide Elternteile die Hautkrankheit, liegt das Neurodermitisrisiko bei 60 Prozent. Daneben gibt es eine Reihe von Reizen, die bei Betroffenen akute Krankheitsschübe auslösen können. Das sind zum Beispiel:

  • Psychische Belastungen wie Stress, Trauer oder aufregende Ereignisse
  • Textilien wie z. B. Wolle
  • Klimatische Bedingungen wie Trockenheit, Kälte oder Schwüle
  • Allergieauslöser wie Tierhaare, Pollen, Hausstaubmilben oder Nahrungsmittel
  • Falsche Reinigung der Haut
  • Schwitzen
  • Tabakrauch
  • Hormonschwankungen, zum Beispiel aufgrund von Schwangerschaft oder Menstruation

Welche Faktoren für einen Krankheitsschub sorgen, ist von Fall zu Fall verschieden. Daher ist es wichtig, die individuellen Auslösereize herauszufinden und zu vermeiden. Denn so können die Beschwerden deutlich verringert werden. Sinnvoll ist hierfür das Führen eines sogenannten „Kratztagebuchs“. Darin werden alle Situationen notiert, in denen ein Juckreiz auftritt.

 

Neurodermitis: vorbeugen und behandeln

Die Behandlung der Neurodermitis zielt stets auf eine Linderung der Symptome. Denn heilbar ist die Krankheit leider nicht. Dafür kann unter Umständen verhindert werden, dass Neurodermitis bei einem Baby überhaupt erst ausbricht. Sind die Elternteile oder nahe Verwandte erkrankt, sollte frühestmöglich ein Arzt zurate gezogen werden. Besteht die Hauterkrankung bereits, sollten die Auslösereize vermieden und die betroffenen Hautpartien sorgsam gepflegt werden.

Basispflege bei Neurodermitis

Wichtig bei Neurodermitiserkrankungen ist die tägliche Hautpflege mit feuchtigkeitsspendenden und rückfettenden Pflegeprodukten. Pflegeprodukte ohne Konservierungs- und Duftstoffe sind empfehlenswert, um die Haut nicht zusätzlich zu reizen. Verwenden Sie je nach

  • Hautzustand,
  • Jahreszeit,
  • Lage der betroffenen Hautpartien und
  • Lebensalter

 entsprechende Lotionen, Cremes oder Salben für die Basispflege.

 

Neurodermitis erkennen

Trockene, gerötete Hautstellen und starker Juckreiz - welche Symptome sprechen noch für Neurodermitis?

Hier erfahren Sie es >>

Wenn die Haut juckt

Bei trockenen, juckenden Hautstellen ist meist die Hautschutzbarriere gestört. Wie kommt es dazu?

Ursachen & Linderung >>

Neurodermitis bei Kindern

Neurodermitis ist bei Kindern relativ häufig. Was sind die Auslöser und wie können Eltern ihren Kindern helfen?

Mehr Informationen >>