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Alles rund um die Tattooentfernung

Wer die Hautbemalung früher als geplant loswerden will, dem bieten sich verschiedene Methoden an

Nichts ist für ewig, auch kein Tattoo – sei es das einst coole Tribal, der Spruch in chinesischen Schriftzeichen oder der Name eines Ex-Partners. Als besonders schonend und beliebt gilt die Variante mit einem Laser. Was dabei genau passiert, worin die Risiken der Tattooentfernung bestehen und welche Verfahren es sonst noch gibt, haben wir für Sie zusammengestellt.

Tattoos mit Laserstrahlen entfernen

Die begehrteste Methode der Tattooentfernung ist die Laserbehandlung. Im Vergleich zu ebenfalls praktizierten Verfahren wie der Operation oder dem Abschleifen von Tätowierungen gilt sie als die schonendste. So läuft die Laserentfernung eines Tattoos ab: In mehreren Therapie-Sitzungen lenkt ein Arzt hochkonzentriertes Licht einer bestimmten Wellenlänge auf das Motiv. Zwei bis drei Millimeter unter der Haut entsteht eine energiereiche Schockwelle, die die Farbpigmente in winzige Bestandteile zersprengt. Die dabei entstandenen Spaltprodukte werden vom Lymphsystem, den körpereigenen Leitungsbahnen für Abfallstoffe, abtransportiert. Je nach Größe und Farbe des Tattoos müssen Tätowierte mit ca. zehn bis 15 Sitzungen im Abstand von einigen Wochen rechnen – erst dann ist das gesamte Motiv entfernt.

Weglasern von Tattoos: Welche Risiken bestehen?

Das Weglasern eines Tattoos verläuft in der Regel komplikationslos verlief. Dennoch birgt auch die Laserbehandlung Risiken: Die Farbpigmente werden zwar gespalten, verbleiben aber im Körper, beispielsweise in den Lymphknoten. Ob sie dort womöglich gesundheitsgefährdend wirken, wird immer noch untersucht. Das in Europa häufig zum Tätowieren verwendete Phthalocyanin-Blau steht beispielsweise in der Diskussion – als Ursache für eine unter Umständen zellschädigende Wirkung.

Übersicht der Vorteile, Nachteile und Risiken einer Laserbehandlung

Vorteile:

  • Das Weglasern von Tattoos ist relativ schmerzfrei im Vergleich zu anderen Methoden
  • Die Gefahr der Narbenbildung ist bei einer normal verlaufenden und gut geplanten Laserbehandlung minimal
  • Eine Behandlung dauert zwischen zehn und 20 Minuten in mehreren Sitzungen
  • Die dabei entstehende Wunde ist in der Regel gut zu versorgen, beispielsweise mit der atmungsaktiven Bepanthen® Wund- und Heilsalbe

Nachteile/Risiken:

  • Eine unhygienische Nachbehandlung der Wunde kann Infektionen verursachen
  • Nicht alle Farben lassen sich gleich gut weglasern: Schwarze Farbe verschwindet beispielsweise besser als rote oder gelbe
  • Die Lasermethode ist relativ kostspielig
  • Verdunkelungen der Farbe sind möglich
  • Allergische Reaktionen auf die gespaltenen Pigmente wurden beobachtet
  • Durch die mögliche Zerstörung pigmentbildender Hautzellen, den Melanozyten, kann die betroffene Haut empfindlicher auf Sonnenlicht reagieren.
  • Die Langzeitfolgen sind noch aufgrund der Neuheit der Methode noch unbekannt

Wer also mit dem Gedanken spielt, sein Tattoo weglasern zu lassen, sollte sich ärztlich über die Risiken beraten lassen. Grundvoraussetzung ist es, die Laserbehandlung nur bei einem Facharzt ausführen zu lassen – nicht in einem Kosmetikstudio oder bei anderen Anbietern.

Laserbehandlung als Vorstufe für ein Cover Up

Auch für ein Cover Up kann eine vorherige Laserbehandlung hilfreich sein, da die Farben durch sie verblassen und ein Cover Up besser darüber gestochen werden kann. Es empfiehlt sich jedoch, nach der Laserbehandlung einige Wochen zu warten, bevor Sie Ihr neues Tattoo darüber stechen lassen. In der Zeit kann sich Ihre Haut von der Laserbehandlung erholen.

Weitere Methoden der Tattoo-Entfernung

Neben der Laserentfernung von Tattoos bieten sich einige teils umstrittene Alternativverfahren an:

Dermabrasions-Methode

Bei der Dermabrasion wird die tätowierte Haut mit einer feinen Drahtbürste oder Diamantfräse abgeschliffen, bis das Tattoo nicht mehr sichtbar ist.

Vorteile:

  • Bei allen Farben anwendbar
  • Keine Restpigmente verbleiben im Körper

Nachteile/Risiken:

  • Nur für kleine Bereiche geeignet
  • Großflächige Wunde entsteht
  • Hohes Risiko für Infektionen sowie Narben
  • Hyperpigmentierung möglich, durch die die Haut dunkler erscheint

Wegen der großflächigen Verletzung der Haut und der oft wenig zufriedenstellenden Ergebnisse wird die Dermabrasion zur Tattooentfernung kaum noch angewandt.

Chirurgische Methoden Bei einer chirurgischen Tattooentfernung schneidet der Chirurg das Motiv aus der Haut

Vorteile:

  • Bei allen Farben anwendbar
  • Vollständiges Entfernen möglich
  • Keine Restpigmente verbleiben im Körper
  • Schnelle Tattoo-Entfernung

Nachteile/Risiken:

  • Hohes Risiko für Narbenbildung
  • Nur bei kleinen Tattoos zu empfehlen
  • An den Extremitäten schlecht einsetzbar, da zu wenig Gewebe vorhanden
  • Allgemeine Risiken einer Operation mit Narkose (beispielsweise Infektionen, Blutergüsse, Gefühlsstörungen)

Eine OP ist bei einigen Tattoos notwendig, wenn beispielsweise die Farbe nicht mit einem Laser entfernt werden kann oder bereits eine starke Entzündung oder allergische Reaktion eingetreten ist.

Chemische Methoden

Alternativ zur Laserbehandlung preisen Kosmetikstudios und andere Anbieter flüssige Tattooentferner an. Dabei handelt es sich um Lösungen mit Milchsäure, die unter die Haut gespritzt werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt jedoch davor. Die Anwendung solcher Mittel kann Narbenbildung und teils schwere Entzündungen verursachen. Zudem reizt die verwendete Milchsäure häufig die Schleimhäute, beispielsweise am Auge. Ebenso abzuraten ist von sogenannten Anti-Tattoo-Cremes. Die Haut mit chemischen Mitteln wegzuätzen kann zu schweren Komplikationen führen, beispielsweise chronischen Entzündungen oder aber zu verstärkter Narbenbildung.

Nachbehandlung mit Bepanthen® Wund- und Heilsalbe

Ihr Tattoo ist Vergangenheit? Um keine halben Sachen zu machen, sollten Sie sich jetzt an die Nachbehandlung machen. Denn selbst die sanfte Lasermethode kann noch Tage danach unangenehme Spuren auf der Haut hinterlassen – von Schwellungen und Rötungen, bis zu Schorf und kleinen Blasen. Die gute Nachricht: Laserinduzierte Wunden lassen sich hervorragend mit der atmungsaktiven Bepanthen® Wund- und Heilsalbe behandeln. Die Salbe enthält fünf Prozent Dexpanthenol in einer reichhaltigen Wasser-in-Öl-Emulsion und wurde speziell nach einer Laseranwendung getestet. Sie bildet einen atmungsaktiven Schutzfilm auf der gereizten Haut und schützt die Wunde so vor Austrocknung. Zudem regt sie die Neubildung von Hautzellen an und fördert auf diese Weise den natürlichen Heilungsprozess. Dexpanthenolhaltige Salben wie die Bepanthen® Wund- und Heilsalbe schneiden bei der Nachbehandlung laserinduzierter Wunden besser ab als Vaseline.