Kleine Verletzungen im Sommer –
Wundversorgung bei Kindern

Kind mit Pflaster am Knie

Große Kinder, kleine Kinder – wahrscheinlich kommt keines ohne Schrammen durch den Sommer. In den warmen Monaten des Jahres wird an der frischen Luft gespielt, getobt und manchmal bleibt eine Verletzung nicht aus. Aufregend sind Fußball- und Versteckspiele nicht nur für die Kleinen, sondern auch für die Eltern. Immer an der Seite der Erwachsenen: ein ausreichender Vorrat an Pflastern, Wundsalbe & Co – so wichtig wie eine liebevolle Umarmung, wenn das Abenteuer Kindsein mal wieder seinen Tribut fordert.

Kleine Wunden nicht unterschätzen

Auch bei einer noch so kleinen Wunde ist eine gründliche Versorgung wichtig. Angreifer in Form von Bakterien sind noch kleiner und nutzen ungehemmt die Chance, eine verletzte Hautoberfläche zu passieren. Natürlich ist vieles einfach nur eine „Schramme“. Unter dem Mikroskop betrachtet, gleicht jede Schürfwunde jedoch einem kleinen Trümmerfeld und bietet beste Grundlagen für Entzündungen. Auch wenn die körpereigene Abwehr und ein gestärktes Immunsystem als Gesundheitspolizei einen tollen Job machen, ist es ratsam auch kleinste Wunden gründlich zu versorgen und so die Heilung zu unterstützen. Denn die noch anders strukturierte Kinderhaut zeigt sich besonders verletzlich.

Schürfwunden

Die wohl häufigste Verletzung in der Kindheit ist die oberflächliche Schürfwunde. Sie blutet wenig bis gar nicht und hinterlässt meist keine bleibende Narbe. Jedoch verursachen Schürfwunden oft auch Schmerzen, da die Nervenenden direkt unter der Hautoberfläche in Mitleidenschaft gezogen werden. Schürfwunden schließen sich meist rasch und bilden eine schützende Kruste. Häufig betroffene Stellen sind Hände, Unterarme oder Knie nach einem Sturz. Achten Sie bei der Behandlung auf Fremdkörper in der offenen Wunde und spülen Sie Verletzungen unter fließendem kalten Wasser ab. Anschließend trocknen Sie die Wunde mit einem sauberen Tuch. Da Schürfwunden häufig mit Verschmutzungen einhergehen, sollten sie immer mit einem Antiseptikum desinfiziert werden, um Infektionen zu vermeiden (z.B. Bepanthen Antiseptische Wundcreme). Anschließend kann mit einer heilenden Salbe die Abheilung beschleunigt werden. Hierzu eignet sich besonders der Wirkstoff Dexpanthenol (z.B. Bepanthen Wund- und Heilsalbe).

Schnittwunden

Schnittwunden kommen im Sommer ebenfalls häufiger vor. Vielleicht tritt Ihr Kind im Sand in eine Scherbe oder schneidet sich an einem scharfen Stück Plastik, das unachtsam auf einer Wiese entsorgt wurde. Bei Schnittwunden wird meist mehr als nur die Hautoberfläche verletzt und es fließt mehr oder weniger Blut. Diese körpereigene Spülung der Wunde macht Sinn und darf kurzzeitig auch ihren Zweck erfüllen. Sollte die Blutung jedoch nach wenigen Minuten nicht selbsttätig stoppen, legen Sie ein sauberes (am besten steriles) Tuch auf die Wunde und suchen Sie einen Arzt auf. Eventuell befinden sich noch Fremdkörper in der Verletzung. Auch mit Schnittwunden, die heftig bluten, sollten Sie am besten gleich zum Arzt gehen. Legen Sie für den Weg dorthin einen festen Druckverband an. Bei der Selbstversorgung von leichten Schnittverletzungen erweist sich eine Wund- und Heilsalbe mit Dexpanthenol (z. B. Bepanthen Wund- und Heilsalbe) als gute Unterstützung in der Regenerationsphase. Am sinnvollsten ist es, die Wunde auch bei nicht sichtbarer Verunreinigung zuvor zu desinfizieren, um eine Infektion zu vermeiden (z. B. mit Bepanthen Antiseptische Wundcreme). Vor allem bei größeren Schnittwunden können auffällige Narben zurückbleiben. Daher ist hier eine besonders sorgfältige Wundheilpflege ratsam. Spezielle Narbenprodukte (z. B. Bepanthen Narben-Gel) können außerdem dabei helfen, eine verstärkte Narbenbildung zu vermeiden und Narben möglichst glatt und unsichtbar zu machen.

Platzwunden, Stichwunden, Bisswunden

Bei diesen Verletzungsarten sollten Sie stets zuerst den Kinder- oder Hausarzt hinzuziehen. Decken Sie die Wunden als Erstversorgung mit sterilen Tüchern ab. Bei Platzwunden am Kopf kann der Mediziner eine mögliche Gehirnerschütterung ausschließen. Bei tief gehenden Verletzungen wie Stich- und Bisswunden muss eine sorgsame Reinigung der Wunde erfolgen und der Impfstatus bezüglich einer Tetanusimpfung überprüft werden. Zudem muss die Verletzung innerer Organe ausgeschlossen werden. Danach wird der Arzt Sie über die Weiterversorgung zu Hause beraten. Auch hier sorgen Wund- und Heilsalben, antiseptische Wundcremes und natürlich kunterbunte Pflaster und Verbände für eine rasche und möglichst unsichtbare Heilung der Verletzungen – und schnell versiegende Tränen.

Mit der richtigen Ausstattung in der Hausapotheke kommen Sie und Ihre Kleinen sorgenfrei durch den Sommer und der Spaß an der frischen Luft wird gleich noch größer.